Ausgedehnte Ruine einer gotischen Burg, umwoben von Legenden über die blutrünstige Gräfin Elisabeth Báthory, die sich über der Gemeinde Čachtice im Považský Inovec erhebt.
Čachtický hrad wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Wachtburg erbaut. Ihre berühmteste Ära erlebte sie um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert, als sie der ungarischen Adligen Elisabeth Báthory gehörte, die für ihre angeblichen Gräueltaten berüchtigt ist – der Legende nach folterte und ermordete sie hier junge Mädchen. Genau diese düsteren Geschichten ziehen bis heute viele Touristen zur Burg.
Die Burg wurde während des Rákóczi-Aufstands 1708 beschädigt und verfällt seitdem. Erhalten haben sich mächtige Mauern, Bastionen und ein tiefer Keller, von dem aus sich ein Blick in die weite Donauebene bietet. Ein Spaziergang durch das weitläufige Gelände ermöglicht es, die mittelalterliche Atmosphäre aufzunehmen und die Überreste einzelner Gebäude zu erkunden.
Für tschechische Touristen ist die Burg gut erreichbar – etwa eine Stunde Fahrt vom Grenzübergang Břeclav–Brodské entfernt. Parken kann man in der Gemeinde Čachtice, von wo ein markierter Weg führt (2 km, Höhenunterschied ca. 200 m). Nicht vergessen, festes Schuhwerk zu tragen; der Eintritt ist symbolisch, und auf dem Gelände finden gelegentlich historische Veranstaltungen und Nachtführungen statt.