Berühmte Straße in Bremen mit expressionistischer Architektur, Kunstgalerien und einem Glockenspiel mit Porzellanglocken.
Die Böttcherstraße ist ein Juwel Bremens und eines der bemerkenswertesten Beispiele expressionistischer Architektur in Deutschland. Diese schmale Gasse, deren Name „Böttcherstraße“ bedeutet, wurde in den 1920er Jahren unter der Leitung des Bremer Kaffeehändlers Ludwig Roselius umgebaut. Zusammen mit Architekten wie Bernhard Hoetger schuf er ein einzigartiges Ensemble aus roten Backsteinbauten, verziert mit Skulpturen, Reliefs und Mosaiken. Die Straße ist heute ein geschütztes Kulturdenkmal und lockt Besucher aus aller Welt an.
Auf der Böttcherstraße finden Sie mehrere bedeutende Museen. Das Paula-Modersohn-Becker-Museum, das erste Museum der Welt, das einer Malerin gewidmet ist, zeigt Werke dieser Expressionistin. Im Roselius-Haus sind historische Innenräume und Kunstsammlungen zu sehen. Die größte Attraktion ist jedoch das Glockenspiel mit Porzellanglocken aus Meissener Porzellan, das dreimal täglich Melodien von Seemannsliedern oder Volksweisen spielt. Darüber hinaus beherbergt die Straße Kunstläden, Handwerksbetriebe und gemütliche Cafés.
Für tschechische Touristen ist die Böttcherstraße leicht erreichbar – sie liegt nur wenige Schritte vom historischen Marktplatz mit dem Rathaus und der Rolandstatue entfernt. Der Eintritt zur Straße ist frei, Museumsbesuche sind kostenpflichtig. Das Glockenspiel spielt um 12:00, 15:00 und 18:00 Uhr. Wir empfehlen einen Besuch am frühen Abend, wenn die beleuchteten Fassaden eine magische Atmosphäre schaffen.